Sicherer Freilauf im Zimmer für Nager

Die meisten Nager benötigen regelmäßig Auslauf um gesund zu bleiben. Der Hamster mag sich mit seinem Laufrad zufrieden geben, doch die meisten Nager sollten täglich die Gelegenheit bekommen, in der Wohnung frei umher zu laufen (und auch der Hamster freut sich darüber, ein aufregendes Zimmer erkunden zu können und Klettermöglichkeiten zu haben). Damit die kleinen Mitbewohner sich sicher in mindestens einem Zimmer bewegen können, müssen jedoch einige Vorbereitungsmaßnahmen getroffen werden.

Gefahrenquellen im Zimmer beseitigen

Nagetiere nagen gerne – dies steckt in ihrem Namen und in ihren Genen. Daher müssen in einem “nager-sicheren” Zimmer alle Gegenstände in Sicherheit gebracht werden, die durch nagende Tierchen Schaden erleiden können. Der Klassiker ist hier ganz sicher das Stromkabel, das von einer Steckdose zum Fernseher, Computer oder Stereoanlage verläuft und auf Nager eine unwiderstehliche Anziehungskraft ausübt. Wichtig ist auch, dass der Nager möglichst keinen Zugang zur Küche hat, wo er möglicherweise die Schläuche der Spül- oder Waschmaschine durchnagt.

Je nachdem wie groß der eigene Nager ist, müssen auch “Lücken” hinter Regalwänden, Sideboards und Schränken gestopft werden, die von den Möbelherstellern häufig absichtlich so gebaut sind, dass hinter dem Möbelstück Kabel verlaufen können. Ein Chinchilla oder ein Meerschweinchen mag nicht hindurch passen – ein Hamster oder eine Ratte aber garantiert. Häufig sind die Tierchen dann stundenlang verschwunden und können abends nur in den Käfig zurückbefördert werden, indem das entsprechende Möbelstück verrückt wird. Keine Dauerlösung.

Nagetiere und Pflanzen

Die meisten Nager lieben es im Dreck zu buddeln und sie lieben frisches Grün zum Fressen. Da ist es wenig verwunderlich, dass sie sich beim Freilauf auf alle erreichbaren Zimmerpflanzen stürzen. Am besten ist es natürlich, ganz auf diese Pflanzen zu verzichten (im Internet sind lange Listen mit allen giftigen Zimmerpflanzen zu finden), doch beispielsweise Weihnachtssterne werden im Winter auch gerne verschenkt. Und niemand will die seit Jahren herrlich blühende Azalee einfach wegwerfen, wenn ein Hamster Einzug hält. Da empfiehlt es sich, die entsprechenden Pflanzen so aufzustellen, dass der Nager beim besten Willen nicht drankommt, zum Beispiel auf einer glatten Säule oder einem Beistelltisch. Stehen die Pflanzen (wie meistens) auf der Fensterbank, muss darauf geachtet werden, dass kletternde Nager wie Hamster und Ratten nicht z.B. über die Gardine auf die Fensterbank gelangen können.

Überhaupt, kletternde Nager: So mancher Hamster lässt seinem Besitzer die Haare zu Berge stehen, wenn er die Zimmerecke nutzt um bis unter die Decke zu klettern. Wer Angst hat, nicht immer rechtzeitig zur Stelle zu sein um den Liebling beim unvermeidlichen Absturz zu fangen, sollte ein sehr glattes Objekt, zum Beispiel einen großen Plastikkarton, in die Ecke stellen, während das Tier Freilauf hat. Gardinen müssen notfalls während der Freilaufzeit so hoch gehoben werden, dass der Nager sie vom Boden aus nicht mehr erreichen kann.

Damit der Nager nicht auf “dumme Ideen” kommt, sollte ihm beim Freilauf Unterhaltung geboten werden – zum Beispiel indem an einigen Stellen Futter versteckt werden oder spannendes Spielzeug (die leere Innenrolle vom Toilettenpapier oder ein dicker verzweigter Ast) bereitgestellt werden.

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