Degu

Der Degu aus der Familie der Strauchratten gehört zu den Newcomern unter den beliebten Nagetierarten. Die rattenähnlichen Tiere sind kaum größer als Goldhamster, verfügen jedoch zusätzlich noch über einen recht langen Schwanz. Ursprünglich stammen die Degus aus Chile, wo sie bis heute weit verbreitet sind und von den Landwirten als Schädlinge betrachtet werden.

Da Degus tagaktiv sind, eignen sie sich auch als Haustiere für Kinder. Allerdings sollten sich die Kinder darüber im Klaren sein, dass Degus sich nur bedingt als Streicheltiere eignen und längst nicht alle Degus werden handzahm.  Zudem dürfen Degus niemals einzeln gehalten werden. Idealerweise werden sie als ganze Gruppe in einem entsprechend großen Käfig gehalten, doch auch mit nur einem einzigen Partner ist der Degu meistens schon zufrieden.




Die Haltung der Degus

Degus klettern für ihr Leben gerne und brauchen einen entsprechend großen Käfig mit Klettermöglichkeiten. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass den Tieren mehrere Etagen zur Verfügung stehen und größere Abstürze vermieden werden. Mit Stofftaschentüchern oder Stoffküchentüchern lassen sich Hängematten basteln, die die einzelnen Sitzflächen miteinander verbinden.

Da Degus gerne laufen, freuen sich die meisten Tiere über ein Laufrad im Käfig. Dabei müssen Besitzer jedoch unbedingt beachten, dass das Laufrad groß genug für einen Degu ist. Die meisten im Zoohandel erhältlichen Laufräder sind auf Goldhamster-Größe zugeschnitten und somit zu klein für Degus.

Ein Häuschen zum Schlafen ist für Degus nicht unbedingt notwendig. Sie bauen sich lieber aus Ästen, Rohren und Rinde ein gemütliches Nest in einer Ecke des Käfigs. Gerne schlafen sie auch auf der obersten Etage im Käfig, wo sie einen guten Überblick über alles haben.

Die Ernährung der Degus

Degus sind anspruchslose Fresser, die an die karge Nahrung der Wüste gewöhnt sind. Ganz wichtig ist für sie täglich frisches Heu, das durch Pellets, Gräser, Gemüse und Kräuter ergänzt wird. Obst sollte aufgrund des hohen Fruchtzuckergehaltes nur selten gegeben werden.  Wichtig ist auch, dass die Degus stets Äste im Käfig haben, an denen sie ihre Zähne abwetzen können – Degus knabbern für ihr Leben gerne.

Besonderheiten der Degus

Wie das Chinchilla brauchen auch Degus ein Sandbad zur Fellreinigung. Damit die Degus den Sand nicht mit dem restlichen Einstreu des Käfigs vermischen, sollte das Sandbad idealerweise etwas separat mit hohem Rahmen sein. Tüftler und Bastler können sich hier  beim Bau eines individuellen Degukäfigs  kreativ austoben. Ansonsten genügt auch eine hohe Schale, die mit Sand gefüllt wird. Ideal ist der im Handel erhältliche Chinchilla-Sand.

Bekannt ist der Degu auch für den schrillen Pfeifton, den er von sich gibt um Artgenossen vor Gefahren zu warnen. Er stellt sich dabei stocksteif hin und stößt sein Pfeifen aus, bis sich die anderen Degus in “Sicherheit” gebracht haben. Was den Degu aus der Fassung bringt, ist dabei völlig unterschiedlich – so mancher hat sich schon an seltsamen Geräuschen aus dem Fernseher gestört oder an einer in Käfignähe abgestellten bunten Tasche. Degus pfeifen jedoch nicht nur, sie quieken auch gerne – besonders bei der täglichen Fütterung quieken sich die Degus gerne erbost an, wenn sie um die leckersten Brocken kämpfen. Wenn sie sich wohlfühlen, fangen sie dagegen an zu trällern.

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