Springmäuse Haltung: So wird den Tieren ein artgerechtes Heim geboten

Springmäuse sind in den letzten Jahren immer beliebter als Heimtiere geworden. Viele Menschen erfreuen sich an den putzigen Tieren, die mit ihren übergroßen Beinen wie winzige Kängurus wirken und sehr weit springen können. Darin liegt jedoch auch schon das Problem, denn Springmäuse dürfen nicht in gewöhnlichen Käfigen gehalten werden, die ihnen das Springen unmöglich machen. Wer daher die Anschaffung einer oder mehrerer Springmäuse in Erwägung zieht, sollte sich daher zunächst mit ihrer Haltung auseinander setzen und überlegen, ob diesen Tieren überhaupt eine artgerechte Haltung ermöglicht werden kann. Dies ist vor allem eine Platzfrage.




Große oder kleine Wüstenspringmaus?

Als Heimtiere werden vor allem die Kleine Wüstenspringmaus (jaculus jaculus) und die Große Wüstenspringmaus (jaculus orientalis) gehalten. Die kleine Wüstenspringmaus wird bis zu 11 Zentimeter lang und 55 Gramm schwer. Sie ist vor allem in Ägypten heimisch und wird von dort als Wildfang nach Deutschland gebracht. Züchtungen sind dagegen eher selten. Die große Wüstenspringmaus bringt es auf bis zu 16 Zentimeter Rumpflänge und ein Gewicht von 150 Gramm. Sie ist vor allem in Westasien heimisch.

Wer nicht allzu viel Platz für sein Heimtier hat, sollte sich auf jeden Fall für eine kleine Wüstenspringmaus entscheiden: Dies hat weniger mit der Körpergröße zu tun als mit der Tatsache, dass die kleine Wüstenspringmaus ein Einzelgänger ist und allein gehalten werden sollte. Werden zwei Tiere zusammengesetzt, würden sie sich erbitterte Streitereien liefern. Die große Wüstenspringmaus ist dagegen ein Gruppentier, das nicht alleine gehalten werden sollte. Ideal sind zwei Weibchen aus dem gleichen Wurf. Zwei Männchen neigen dazu, sich doch einmal zu streiten und bei Paaren ist Nachwuchs unvermeidlich. Vielfach wird auch die Haltung einer Gruppe von vier bis acht Mäusen empfohlen.

Springmäuse brauchen viel Platz

Da zwei Mäuse entsprechend mehr Platz als eine benötigen, muss für die Haltung von großen Wüstenspringmäusen also auch entsprechend mehr Platzbedarf eingeplant werden.  So wird ein Gehege von mindestens drei Metern Länge empfohlen, in dem die Mäuse genügend Platz für ihre Sprünge haben. Dies bedeutet in einer durchschnittlich großen Wohnung schon, dass das Gehege ein halbes Zimmer in Beschlag nehmen wird. Kleine Wüstenspringmäuse benötigen mit einem Gehege von zwei Metern Länge etwas weniger Platz. Wer dem Tier aus Platzgründen ein solches Gehege nicht bieten kann, sollte eher auf andere Nagetierarten ausweichen, zum Beispiel Farbmäuse oder Ratten.

Wer sich trotzdem für Springmäuse entscheidet, muss seinen Tieren jeden Tag mehrere Stunden Auslauf in der Wohnung bieten können. Dies zieht wiederum andere Probleme nach sich: Das Zimmer muss komplett abgesichert werden, so dass die Mäuse nicht in winzige Löcher und Ritzen schlüpfen kann. Wie alle Nagetiere knabbern die Springmäuse auch gerne alles an, was ihnen interessant vorkommt, so dass sämtliche Kabel im Zimmer vorher in Sicherheit gebracht werden sollten, zum Beispiel mit einem Plastikschlauch, der um die Kabel gelegt wird. Auch Möbelbeine sind nicht vor den Mäusezähnen sicher. Topfpflanzen werden gerne als Buddelkiste genutzt, so dass sie außer Reichweite stehen sollten – kein einfaches Unterfangen bei Tieren, die gut und gerne zwei-drei Meter springen können.

So niedlich Springmäuse auch beim Hüpfen sind: Es sind anspruchsvolle Haustiere mit viel Platzbedarf, deren Anschaffung wohl überlegt sein sollte. Wer sich nicht sicher ist, seiner Springmaus ein artgerechte Haltung bieten zu können, sollte eher auf ein an

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